Entwicklung anstossen statt größtmögliche Dividenden zu erzielen ist unser Ziel Der 1968 von der UN Conference on Trade and Development (UNCTAD) gewählte Slogan „Trade not aid“, also „Handel statt Hilfe“, bringt die zugrundeliegende Idee auf den Punkt: Fair Trade soll jenseits der Entwicklungshilfe auf der Basis des Handels zum gegenseitigen Vorteil Impulse in Entwicklungsländern initiieren und Kleinbauern, Handwerkern und anderen Produzenten die Möglichkeit geben, ihre Produkte zu einem angemessenen Preis verkaufen und davon auch leben zu können.
Dies ist möglich, da für Fair Trade-Produkte Preise über Weltmarktniveau gezahlt werden, und so mehr Geld entlang der Wertschöpfungskette zurückfliesst. So kann zum Beispiel an die Arbeiter auf Fair Trade-Kaffeeplantagen ein Lohn gezahlt werden, der diesen ermöglicht, sich und ihre Familie gesund zu ernähren, ihre Kinder zur Schule zu schicken und medizinische Basisleistungen in Anspruch zu nehmen. Darüber hinaus besitzen Arbeiter in Fair Trade- Betrieben das Recht zur Versammlung sowie zur Bildung einer Gewerkschaft und können sich an diversen Sozial- und Bildungsprogrammen beteiligen.
Der Aufbau langfristiger, transparenter Geschäftsbeziehungen versetzt die Produzenten schliesslich in die Lage, über einen längeren Zeitraum bestimmte Einnahmen fest einplanen zu können. Dies ermöglicht ihnen, die erzielten Erlöse zu investieren, mehr Arbeiter einzustellen, die Qualität ihrer Produkte zu erhöhen – kurz gesagt, sich zu entwickeln. Entwicklung anstossen statt größtmögliche Dividenden zu erzielen ist das Ziel des Fair Trade, und auch von Baobab social business.
Fundamentaler Bestandteil des Fair Trade ist dabei auch die Einhaltung internationaler Umwelt- und Sozialstandards. Fair Trade kann dabei sowohl landwirtschaftliche Erzeugnisse wie auch handwerkliche und industrielle Produkte beinhalten und weitet sich momentan auch auf neue Bereiche wie etwa den Tourismus aus. Fair Trade beruht auf Dialog, Transparenz und Respekt zwischen den Geschäftspartnern und strebt nach mehr Gerechtigkeit im internationalen Handel. Ein weiterer wichtiger Aspekt von Fair Trade ist, die Gleichberechtigung der Frauen anzuerkennen und diese in den Entwicklungsländern gezielt zu fördern. Das Arbeitsumfeld eines Fair Trade-Produzenten muss so strukturiert sein, dass keine Gefährdung der Arbeiter gegeben ist und die Gesundheit aller Beteiligten nicht beeinträchtigt wird – Kinder- und Sklavenarbeit ist selbstverständlich ausgeschlossen.
Das Ziel unserer Firma ist, unsere Partner und Lieferanten langfristig zu stärken, so dass sie sich unabhängig auf den Weltmärkten behaupten können; denn gerade die Entstehung von Abhängigkeiten soll vermieden werden. Ganz im Sinne unseres Mottos „Trade and aid“!


