Social Business ist eine besondere Form des Wirtschaftens und kann im Deutschen nur unzureichend mit der Übersetzung “Soziales Unternehmertum” umschrieben werden. Ein Social Business unterscheidet sich von einem normalen Unternehmen in zwei Merkmalen:
- Das Unternehmensziel des Social Business ist die Verbesserung sozialer oder gesellschaftlicher Probleme. Anstelle der üblicherweise angestrebten Gewinnmaximierung geht es um die Maximierung der positiven sozialen Auswirkungen des Wirtschaftens.
- Darüber hinaus verzichten die Investoren eines Social Business auf ihren üblichen Anteil an den Gewinnen des Unternehmens und erhalten ausschliesslich ihre investierten Beträge zurück. Darüber hinausgehende Gewinne verbleiben für wirtschaftliche und soziale Investitionen im Unternehmen.
Von diesen beiden Eigenheiten abgesehen, ist ein Social Business wie jedes andere Unternehmen gestaltet: Das Unternehmen ist gewinnorientiert ausgerichtet und soll effizient und effektiv wirtschaften, um so auf dem Markt bestehen zu können.
Der „Vater“ des Social Business-Gedanken ist der Friedensnobelpreisträger Muhammad Yunus. Überzeugt davon, dass eine Welt ohne Armut möglich ist, gründete Yunus in seinem Heimatland Bangladesh 1983 die Grameen Bank, welche bis heute Kleinstkredite an die Ärmsten der Armen vergibt. Den Statistiken der Grameen Bank zufolge konnten 58 Prozent ihrer Kreditnehmer die Armutsgrenze überwinden – und die Erfolgsgeschichte geht noch weiter: Internationale Großkonzerne wie Danone, Intel und jüngst auch BASF starten gemeinsam mit der Grameen Bank Joint Ventures nach dem Social Business-Prinzip. Ein Schritt der zeigt, dass mittlerweile auch traditionelle Global Player von diesem „neuen“ Unternehmensmodell überzeugt sind – ein Modell, dass nicht nur den allerärmsten Beistand bietet im Kampf gegen die Armut, sondern eben auch wirtschaftlich sinnvoll ist.
“Wenn man die profit-maximierende Brille abnimmt und zur sozialen Brille greift, sieht man die Welt in einer anderen Perspektive” Muhammad Yunus
Dass Gewinnmaximierung als allein selig machendes Wirtschaftsprinzip nicht ausreicht wird seit dem Beginn der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise von niemandem mehr in Frage gestellt. Der durch die Krise eingeleitete Prozess der wirtschaftspolitischen Neuorientierung offenbart ein großes Potential für soziale Unternehmensmodelle, die nicht an spekulativen Gewinnen interessiert sind, sondern durch gesundes Wirtschaften nachhaltig Arbeitsplätze schaffen und damit soziale und gesellschaftliche Probleme verbessern.
Dies gilt insbesondere für Baobab social business: Das neue Unternehmen soll durch nachhaltiges humanes Wirtschaften langfristig Arbeitsplätze schaffen und Märkte aufbauen. Auch in Deutschland soll die Arbeit von Baobab social business nachhaltig wirken und so den Bereich neuer sozialer Unternehmensmodelle prägen.

